Unsere Pflanzen

Unsere Grüne Insel besteht aus drei verschiedenen Themenkästen mit denen wir auf die Wichtigkeit von heimischen bienen- und insektenfreunlichen Pflanzen aufmerksam machen möchten. Außerdem zeigen wir Euch einige Pflanzen, die speziell mit den Änderungen des Klimas zurecht kommen.

 

 Bienen- und Insekten

Ohne die Bienen und Insekten sähen die Kästen der „Grünen Insel“ nicht so divers und bunt aus. Sie bestäuben unser Gemüse, Obst und die zahlreichen Blumen. Auch Urban Gardening wäre durch das Fehlen von ihnen nicht denkbar.

Häufig fehlt es in der Stadt aber an bienen- und insektenfreundlichen Lebensräumen sowie einem ausreichenden Nahrungsangebot. Bei der Gestaltung der Grünflächen steht mehr die Ästhetik für das menschliche Auge im Vordergrund, sodass der Lebensraum für die Insekten in der Stadt immer knapper wird. Die Folgen sind deutlich zu beobachten: Das Summen und Flattern in der Luft nimmt ab. Die Rede ist nicht nur vom Bienensterben, auch andere Insektenarten sind heute vom Aussterben bedroht.

In der „grünen Insel“ werden gezielt Pflanzen ausgewählt, die den Insekten reichlich Nektar und Pollen anbieten. Dabei ist bei der Auswahl der Pflanzen zu beachten, dass den Tieren vom Frühjahr bis in den Herbst hinein genügend Nahrung zur Verfügung gestellt wird.

Grüne Inseln können nicht nur für den Menschen ein Ort der Erholung bilden, sondern auch kleine Oasen für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten inmitten der grauen Stadt schaffen.

 

Der urbane Nutzgarten

Von Arzneimitteln über Tierfutter bis hin zum Müsli – in unserem Alltag verwenden wir zahlreiche Produkte, die aus Heil- oder Nutzpflanzen hergestellt werden. Das Bewusstsein für die Lebensmittelerzeugung in der Stadt ist irgendwann während der Industrialisierung verschwunden. Bis in die 50er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts war es in Städten normal, soweit Platz vorhanden war, einen eigenen Garten zur Selbstversorgung zu bewirtschaften. Heutzutage wissen die meisten allerdings gar nicht mehr wo Gemüse, Obst und Heilkräuter eigentlich herkommen bzw. gar angebaut werden.

Seit ein paar Jahren hat sich in Städten aber eine neue Gartenkultur etabliert. Viele Stadtbewohner entwickelten ein neues Verständnis vom Gärtnern in Städten und nutzen vergessene Nischen in der Stadt. Die Erscheinungsformen sind vielfältig: Gemeinschafts- und Nachbarschaftsgärten, Urban Gardening, Guerilla Gardening.

In unserer „Grünen Insel“ präsentieren wir eine Auswahl an typischen Nutz- und Heilpflanzen, die jeder in seinem Garten oder Balkon auf kleinsten Raum anpflanzen könntet. Damit unterstützt ihr die urbane Artenvielfalt und holt ein Stück Natur zurück in die Stadt.

 

Klimaanpassung mit Hilfe von Stadtgrün

Pflanzen in der Stadt bestechen nicht nur wegen ihres Aussehens oder ihres Duftes. Aufgrund ihrer gesundheitsschützenden Eigenschaften können sie uns helfen sich an das Klima anzupassen und uns somit bei der Bewältigung der Klimawandelfolgen unterstützen:Durch  den  anhaltenden  Klimawandel  entstehen  für  uns  zunehmend wahrnehmbare Folgen in den Städten. In NRW ist bisher ein Anstieg der Jahresmitteltemperatur  und  der  starken  Regenfälle  erkennbar.  Diese Wetterextreme sollen in Zukunft noch weiter zunehmen, wobei besonders Ältere, Kranke und Kinder von gesundheitlichen Folgen betroffen wären. Neben der Möglichkeit das Klima zu schützen, um auftretende Wetter-und Klimafolgen gering zu halten, können wir uns auch dem veränderten Klima und  dem  Wettergeschehen  anpassen.  Bei  der  Klimaanpassung  wirkt Vegetation in der Stadt den möglichen Gesundheitsrisiken entgegen: Hoch und dicht wachsende Pflanzen können durch ihre Schattenwirkung, durch die Aufnahme von Sauerstoff und Kohlenstoff aus CO2 und durch die Wasserverdunstung  über  den  Blättern  die  bodennahe  Luft  um  bis  zu durchschnittlich 8°C abkühlen. Darüber hinaus filtern Pflanzen Schadstoffe aus der Luft, indem sie den Staub aus der Luft binden. Dieser Effekt ist nicht nur bei dichten Baumkronen in Parks oder Stadtwäldern erkennbar; er kann auch  bei  Moosflechten  gemessenwerden.  Pflanzen  sind  in  der  Lage, Regenwasser  zu  speichern,  dadurch  können  sie  den  Regenabfluss verringern  und  in  Städten  zur  Anpassung  an  die  starken  Regenfälle beitragen.So vielfältig die Pflanzen und ihre gesundheitsschützenden Effekte sind, so vielfältig können diese Effekte bei uns in der Stadt eingebunden werden: Neben Blumenbeeten und Rasenflächen können auch grüne Fassaden und bepflanzte  Dächer  zur  Verringerung  der  Innenraumtemperatur  in Gebäuden  und  zur  Abflussverringerung  des  Niederschlagswassers beitragen. So ist die Klimaanpassung in der gesamten Stadt möglich.

Welche Pflanzen könnt Ihr bei unseren Grünen Inseln wiederfinden?

Hier findet Ihr eine kleine Auswahl. Die Pflanzenauswahl varriert je nach Standort und Jahreszeit. Die hier aufgelisteten Pflanzen erfüllen dabei mehrere Nutzfunktionen, sodass sie nicht nur einem Themenfeld zugeordnet werden können. Besonders die wärmeliebenden Stauden sind auch insekten- und bienenfreundlich. Auf der anderen Seite  befinden sich in unserem Urbanen Nutzgarten auch Pflanzen, die auf Grund Ihrer Herkunft  wunderbar an wärmeres und trockenes Klima angepasst sind, wie z.B. Rosmarin und Thymian.

Bienen- und Insektenfreundlich:

  • Wiesen-Schlüsselblume
  • Kleines Habichtskraut
  • Wiesen-Salbei
  • Echter Ziest
  • Wiesen-Teufelsabbiss

Urbane Nutzgarten:

  • Erdbeeren
  • Rosmarin
  • Thymian

heimische, wärmeliebende Pflanzen:

  • Gewöhnliche Grasnelke
  • Kalk-Aster
  • Goldhaar-Aster
  • Ehrenpreis
  • Kleinblütige Berminze
  • Wiesen-Flockenblume
  • Mauer-Zimbelkraut
  • Kleines Habichtskraut
  • Magerwiesen-Magerite
  • Wiesen-Salbei

Außerdem verwenden wir bei einigen Inseln das Saatgut von Bonn blüht und Summt.

weitere Informationen findet ihr unter: https://bonnimwandel.de/bonnbluehtundsummt/